Bauwerksbuch §128a

Der seit 15.10.2014 gültige §128a der Wiener Bauordnung verpflichtet den Eigentümer eines Gebäudes, bestimmte Teile, von denen bei Verschlechterung Ihres Zustandes eine Gefährdung des Lebens oder der Gesundheit von Menschen ausgehen kann, einer regelmäßigen Überprüfung zu unterziehen. Die Ergebnisse dieser Überprüfungen sind in einem, von einem Ziviltechniker oder einem gerichtlich beeideten Sachverständigen erstellten Bauwerksbuch zu dokumentieren.

Das Gesetz legt als Zeitpunkt für die erstmalige Erstellung eines Bauwerksbuches die Fertigstellung eines Neu-, Zu,- oder Umbaus eines Gebäudes fest. Ausgenommen von der Verpflichtung zur Erstellung eines Bauwerksbuches sind Gebäude mit bis zu zwei Hauptgeschoßen sowie bauanzeigepflichtige Bauvorhaben.

Schon vor Inkrafttreten dieses neu eingeführten Paragraphen war es gemäß §129 Wiener Bauordnung die gesetzliche Verpflichtung jedes Gebäudeeigentümers, das Bauwerk in gutem Zustand zu erhalten. Um die Instandhaltungspflicht den Eigentümern noch bewusster, und ihre Erfüllung für die Behörde kontrollierbar zu machen, wird eine Dokumentationspflicht der getroffenen Instandhaltungsmaßnahmen verpflichtend gemacht.

Der gesetzliche Rahmen bietet nun an, das Bauwerksbuch abgestimmt und maßgeschneidert für jedes Gebäude zu erstellen. Überprüfungsintervalle sind nicht gesetzlich definiert sondern können auf Ihr Gebäude abgestimmt festgelegt werden. Der erforderliche Inhalt definiert sich zum einen automatisch über das vom Gesetz verfolgte Ziel, nämlich der laufenden Instandhaltung von Gebäuden; zum anderen von der Komplexität und Größe des Gebäudes.

Nehmen Sie Ihre gesetzliche Verpflichtung rechtzeitig wahr - riskieren Sie nicht die inhaltliche Vollständigkeit Ihrer Fertigstellungsanzeige.

Gerne bieten wir Ihnen unsere Leistungen für die Erstellung Ihres Bauwerksbuches an.